Depressionen und Angstzustände

Es gibt sie! Tage an denen alles gut ist. Doch in der Regel sind es immer und immer wieder Gedanken da welche einen nicht loslassen. Man wird förmlich in der Gedankenwelt gefangen. Immer das triggern über dies und das. Die Ergebnisse der Vergangenheit kommen immer wieder hoch und es kommt innerlich eine Wut auf. Die Depressionen hören nicht wirklich auf. Sie sind nur für kurze Momente nicht präsent. Und eine Situation oder ein Wort, manchmal vielleicht ein Geruch und negative Erlebnisse aus der Vergangenheit zeigen wieder ihre hässliche Fratze. Man versucht sich dagegen zu stellen, aber es geht nicht. Gedanke kreisen und die Wut ist wieder da. So geht es vielen depressiven Menschen Tag für Tag, ohne das ihr Umfeld davon etwas mitbekommt. Vielleicht will das Umfeld davon auch gar nichts wissen. Schnell sind Außenstehende auch genervt von den Stimmungsschwankungen der Betroffenen. Man fühlt sich allein gegen den Rest der Welt! Aber dies ist nur ein Gefühl, gegen welches man sich wehren kann. Der erste Schritt ist das erkennen und zu akzeptieren das man Hilfe braucht. Das ist dann der Anfang zu lernen mit dieser Krankheit zu leben. 

Ein Alltag mit Depressionen und Angstzuständen 

Depressionen


Leider hat mein Lebensweg zu Depressionen und Angstzuständen geführt. Es gibt Tage da kann ich nur sehr schwer damit umgehen kann. Mein Tag muss strukturiert sein und nach Möglichkeit dürfen keine unvorhersehbare Dinge geschehen. Denn es kann sehr schnell zu einer Überforderung führen. Kommt es zu einer Depression geht bei mir wenig bis gar nichts. Es ist dann schwer sich für Dinge zu motivieren. Einfach eine Maschine Wäsche zu starten ist ein Kraftakt. Ein gesunder Mensch der nicht mit Depressionen zu tun hat kann dies nur sehr schwer bis gar nicht verstehen. Zumindest habe ich in dieser Erfahrung gemacht.

Angstzustände

Zu den Depressionen sind dann auch noch Angstzustände hinzugekommen. Dies hängt sicherlich auch mit meinen Lebensumständen zusammen. Allerdings ist es auch nicht ungewöhnlich dass Menschen die unter Depressionen leiden auch Angstzustände haben. Ich vermute dass es daran liegt, dass man einfach mit vielen Dingen nicht mehr fertig wird und dies dann zu Angstzuständen führt. Schnell kommt es dann zu Gedankenspiralen, wobei sich dann gedanklich alles um ein Thema dreht. Dieses Thema lässt einen dann nicht mehr los und man versucht krampfhaft eine Lösung für diese Gedankenspirale zu finden. Diese Gedankenspirale führt ein immer tiefer in den Angstzustand. Dies ist äußerst belastend und führt oft zu körperlichen Beeinträchtigungen, wie z.b. Schwindelattacken und Kreislaufproblemen. Ein Zustand in den ich hasse!

Leistungsminderung und körperliche Beeinträchtigung

Die Depression und der Angstzustand führt zur Leistungsminderung. Man kann sich auf wesentliche Dinge nicht mehr konzentrieren. Zudem bekomme ich körperliche Beeinträchtigungen, wie Schwindelattacken, Kreislauf Attacken, hohen Blutdruck und so weiter. Es kommt zu muskulären Verspannungen und körperliche Schmerzen sind keine Seltenheit. Man kann schon fast von einem Normalzustand mit Schmerzen reden. Es gibt Tagen an dem ich das Gefühl habe als ob mir plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Dies kann zu einer Gang Beeinträchtigung führen. An solchen Tagen bin ich dann mit einem sogenannten Seniorenmobil unterwegs. Am Anfang habe ich mich noch geschämt aber mittlerweile kann ich ohne Scham damit sehr gut umgehen.

Unterwegs mit dem Shoprider

Tage mit Schwindelattacken


An den Tagen wo es mir nicht so gut geht und ich meine Schwindelattacken habe, bin ich mit diesem Mobil unterwegs. Am Anfang habe ich mich ganz schön geschämt und damit durch die Stadt zu fahren. Aber die Leute waren so freundlich zu mir, darf ich nach kurzer Zeit Angst und Scham abgelegt habe.

Man kann damit sehr gut seine Einkäufe erledigen. Oder wenn ich z.b. Glas zum Glascontainer bringen möchte, da lade ich mir mein Mobil voll und bringe das Glas zum Container. Wie gesagt, dieses Seniorenmobil wird von mir nur an den Tagen genutzt an denen ich Probleme habe zu laufen. Denn an diesen Tagen ist natürlich die Sorge größ, dass ich eventuell stürzen könnte. Zum allem bleibe ich so mobil und kann auch an diesen Tagen vor die Tür. Schwindelattacken hatte ich bislang noch nie im Sitzen gehabt. Bislang ausschließlich wenn ich stehe. Da kommt es vor das für ein Bruchteil von Sekunden der Boden unter meinen Füßen schwankt. Dies ist natürlich nicht ganz ungefährlich!

Depression die auf den Magen schlägt

Alles nur Einbildung?

An manchen Tagen habe ich Schwindel, oder Übelkeit, und ein anderes Mal wieder rum sind es Magenschmerzen. Es können oftmals die unterschiedlichsten Krankheitssymptome sein, welche auf einmal auftreten. Oft schlägt es bei mir auf den Magen. Schnell wird eine Magen-Darm-Spiegelung verordnet. Gott sei Dank wurde bei mir nichts festgestellt!  Bis jetzt habe ich ein Hausarztmodell welches ich in Frage stelle. Deshalb in Frage stelle, weil ich mich frage wem es vom Nutzen ist. Für mich steht kein Nutzen dahinter. Ganz im Gegenteil! Seit ich das Hausarztmodell habe, habe ich eigentlich nur Nachteile. Ich habe sogar das Gefühl, dass die Untersuchungen schlechter geworden sind. Aber vielleicht liegt es auch nur am Arzt. Allerdings ist das erst so seit ich das Hausarztmodell habe. Ich habe es jetzt schließlich gekündigt und es läuft im Sommer 2022 aus. 

Da ich hatte immer angenommen habe, dass beim Hausarztmodell auch Der Krankheitsverlauf mit in Betracht gezogen wird. Also ich meine, dass der Arzt beim Hausarztmodell mehr hinschaut wie der gesamte Verlauf ist. Dem ist aber bei mir nicht so! Wie dem auch sei hieß es nach der Magen Darmspiegelung, dass bei mir alles in Ordnung sei. Toll! Nun wurde ich mit meinem Magen- Darm- Schmerzen nach Hause geschickt da ja alles allen Anschein nach in Ordnung sei. Das ist schon seit Jahren in einer Psychotherapie bin ist bekannt und der Arzt wird auch regelmäßig darüber informiert. Dass dieses Schmerzempfinden psychosomatisch sein kann wurde scheinbar nicht in Betracht bezogen. Ich selber habe es auch nicht für möglich gehalten. Bis eines Tages eine Freundin zu mir sagte, ich soll es mal mit Meditation probieren um auch etwas ruhiger zu werden. Das habe ich einige Wochen regelmäßig gemacht und man glaubt es kaum, die Magen- Darm- Schmerzen sind bei mir in der Tat weggegangen. Ich fand es nur schade, dass mein Hausarzt nicht auf die Sache so eingegangen ist, dass ich mir monatelange Schmerzen sorgen und Angst Zustände hätte vermeiden können. Die Schmerzen habe ich mir nicht eingebildet. Sie waren real! Allerdings waren diese psychosomatisch hervorgerufen und so kann es in vielerlei Hinsicht sein. Manchmal glaubt man als wäre man verrückt. Dem ist aber nicht so, denn die Psyche kann oftmals einen Streich spielen. 

Wochenanfang und die Depression

Heute ist ein Tag wo es in mir gar nicht gut geht und das schon mit Beginn der Woche. Depressive Tage machen ein völlig fertig! Und heute ist so ein Tag. Ich versuche schon den ganzen Tag aus der Depression wieder raus zu kommen, aber es fällt mir schwer mich zu motivieren. Alles fange ich an und lass es wieder liegen. Es fehlt völlig die Energie die Dinge zu Ende zu führen. Eigentlich hatte ich mir ganz fest vorgenommen heute einige Beiträge zu machen. Aber mir fällt nichts ein! Deshalb schreibe ich einfach über meine Gefühlslage die ich gerade im Moment habe.  Im Moment gefalle ich mir selber nicht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass meine Gedanken bei der Corona Booster Impfung ist, welche ich am Donnerstag bekomme. Eigentlich freue ich mich auf die Impfung aber und dummerweise bin ich im Moment in einem Angstzustand. Die Gedanken die momentan bei mir kreisen, sind die dass irgendetwas schief laufen könnte und ich doch keine Impfung bekomme. Das sind natürlich blöde Gedanken! Aber das ist ein Problem in einer Depression, dass man so negativ aufgestellt ist. Vielleicht wird es ja im Laufe des Tages heute noch besser, obwohl ich nicht wirklich daran glaube. Schließlich haben wir schon Nachmittag! Was soll da noch kommen?

Wenn man beim Arzt nicht ernst genommen wird

Oft habe ich das Gefühl, dass ich z.b. von meinem Hausarzt nicht ernst genommen werde. Das ist natürlich mein persönliches Empfinden und vielleicht meint er es gar nicht so. Trotzdem nimmt sich heutzutage derart viel zu wenig Zeit für seine Patienten. Das war früher anders und ist kein persönliches Empfinden. Früher machte auch der Hausarzt noch Untersuchungen. Das ist in Zeiten von Corona vollständig verloren gegangen. Man sagt dem Arzt was man hat und er verschreibt falls erforderlich. Meist muss man das auch schon äußern, dass man ein Medikament möchte. Am besten sagt man auch noch genau welches! Wenn man chronische Depressionen hat geht man in der Regel mehr zum Arzt als Person die davon nicht betroffen sind. Denn die Depressionen bringen oftmals Begleiterscheinungen mit sich und deshalb treten körperliche Beschwerden auf. Die bildet man sich nicht ein, sondern man hat diese Beschwerden. Manchmal habe ich das Gefühl als sei in der Arzt schon genervt wenn er mich sieht. Aber ich kann nun auch mal nichts dazu und es wäre mir auch lieber es wäre alles in Ordnung. Manchmal geht alles so schnell dass ich nicht mehr folgen kann. Das leider auch ein Problem was ich habe, nämlich dass ich in gewissen Situationen nicht schnell genug reagieren kann. Und wenn es dann hektisch ist vergesse ich das ein oder andere was ich eigentlich wollte. So kommt es vor dass ich vom Arzt wieder nach Hause komme und mir zu Hause einfällt du wolltest doch noch dies oder das mit ihm besprechen. Eigentlich müsste mein Arzt wissen und dass ich unter Depressionen leide und man würde sich wünschen wenn dieser sich ein wenig mehr Zeit für mich nehmen würde. Denn er sollte wissen das bei mir es leider nicht so schnell geht. Er wollte auch wissen dass ich mir meine körperlichen Beschwerden nicht einbilde. Es gibt sie wirklich!

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